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Ein paar Schritte nach rechts und die erste Grabung war erreicht.

Antje und Daniel Jackson staunten nicht schlecht, als direkt daneben ein weiteres Loch zu finden war und der halbe Hügel in Stufen abgetragen war.

Das erinnerte doch eher an Braunkohletagebau als an eine wissenschaftliche Grabung. Es stellte sich zudem die Frage, warum genau an dieser einen Stelle gearbeitet worden war, wo es doch eine ganze Reihe an Hügeln gab.

Vielleicht konnte ein Blick von der Spitze des Hügels mehr Aufschluss geben.

Es waren keine weiteren Grabungen zu sehen. Allerdings zeigte sich eindrucksvoll, dass es sich tatsächlich um guten Boden aus dem Fruchtland handelte. Dieser Nilschlamm musste vermutlich beim Aushub von Birket Habu hier abgelagert worden sein, denn kein Fellache würde diesen guten Boden von seinen Feldern abtragen.

Oben konnte man auch nicht näher erkennen, welchen Zweck die Grabungen hatten. Allerdings bot sich ein schöner Blick in Richtung der thebanischen Berge. Mitten in der Wüste war auch als grüne Oase das koptische Kloster zu erkennen - ein weiteres, lohnendes Ausflugsziel.

Der Blick nach Osten konnte über grüne Felder schweifen, die im Areal des früheren Hafens lagen. In der Ferne lag bereits die nächste Siedlung - dort musste Birket Habu geendet haben.

Mit vielen Fragen machten sich Antje und Daniel Jackson wieder auf den Weg, denn es gab an anderen Stellen noch viel zu entdecken...

Nachbemerkung:
Bei der Aufbereitung der Fotos für diese Homepage ließen mir die seltsamen Grabungen keine Ruhe. Ich wollte Genaueres wissen und wandte mich im Oktober per Email an Kent Weeks vom Theban Mapping Project. Das Supreme Council of Antiquities, die ägyptische Altertümerverwaltung, hatte auf meine Mails bis dato nie geantwortet.
Ende Februar erhielt ich von Kent Weeks eine Antwort auf meine Email, die hier übersetzt und gekürzt wiedergegeben ist:

Ich habe Deine Mitteilung über Malkata mit meinem Kollegen Dr Raymond Johnson (Direktor des "Oriental Institute" in Luxor und Malkata-Experte) überprüft. Wir haben das Areal mit den von Dir gesendeten Bildern besucht.
Die Grabungen waren das Ergebnis von Arbeiten, die vom SCA unzureichend beraten wurden. Man versuchte, eine "archäologisch saubere" Stelle zu finden, an die die Bewohner der inzwischen abgerissenen Häuser aus Qurna umgesiedelt werden sollten.
Die Grabungen wurden jetzt gestoppt, nachdem Ray und ich beim SCA protestiert haben. Allerdings sind einige Mauern von Gebäuden in Malkata bereits geschädigt worden.

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